Osteochondrosis dissecans: Befunde im MRT
Die Osteochondrosis dissecans (OCD) ist eine Erkrankung, bei der sich ein Segment des subchondralen Knochens mit dem darüber liegenden Gelenkknorpel teilweise oder vollständig vom darunterliegenden Knochen löst – am häufigsten ist der mediale Femurkondylus betroffen. Sie tritt vorwiegend bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf; repetitive Mikrotraumata und vaskuläre Insuffizienz gelten als Mitursachen.
Typische Symptome
- Belastungsabhängiger Knieschmerz, oft diffus und schwer präzise zu lokalisieren
- Intermittierender Gelenkserguss ohne klares Trauma
- Mechanische Symptome — Klicken, Einklemmen oder Sperren — wenn sich ein Fragment gelöst hat
- Druckschmerz über dem betroffenen Kondylus, klassisch dem medialen Femurkondylus
- Eingeschränktes Bewegungsausmaß und Angst bei kondylärer Palpation während Beugung
- Symptome häufiger bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen während des Wachstums

Worauf wir in der Bildgebung achten
- Gut demarkiertes subchondrales Knochenfragment am medialen Femurkondylus
- Signalreiche Flüssigkeit an der Grenzfläche zwischen Fragment und Mutterknochen auf T2-Sequenzen
- Beurteilung der Kontinuität oder Disruption des darüberliegenden Knorpels
- Zystische Veränderungen unter dem Fragment als Hinweis auf Instabilität
- Dislozierte osteochondrale freie Gelenkkörper
- Fragmentgrößenmessung und prozentuale Beteiligung der Kondylenoberfläche
Häufige Fragen
Wie beurteilt die KI die OCD-Läsionsstabilität im MRT?
Im MRT wird nach Flüssigkeit um oder unter dem Fragment und nach Knorpelunterbrechungen gesucht; Stabilitätskriterien sind bei Kindern jedoch weniger spezifisch. KI kann die Stabilität einer Läsion nicht bestätigen.
Welche MRT-Sequenzen sind am wichtigsten bei Osteochondrosis dissecans?
Koronale und sagittale T2-fettsupprimierte Sequenzen sind wesentlich für die Beurteilung der Knorpeloberfläche und der Fragment-Knochen-Grenzfläche.
Kann KI vorhersagen, ob eine OCD-Läsion ohne Operation heilt?
Die Heilung hängt von Skelettreife, Stabilität und Größe der Läsion sowie Beschwerden ab; Verlaufskontrollen beurteilen den Fortschritt. KI kann nicht vorhersagen, ob eine einzelne Läsion ohne Operation heilt.
Quellen
- De Smet AA, Fisher DR, Graf BK, Lange RH. Osteochondritis dissecans of the knee: value of MR imaging in determining lesion stability and the presence of articular cartilage defects. AJR Am J Roentgenol. 1990;155(3):549-553.
- Kijowski R, Blankenbaker DG, Shinki K, et al. Juvenile versus adult osteochondritis dissecans of the knee: appropriate MR imaging criteria for instability. Radiology. 2008;248(2):571-578.
- Kessler JI, Nikizad H, Shea KG, et al. The demographics and epidemiology of osteochondritis dissecans of the knee in children and adolescents. Am J Sports Med. 2014;42(2):320-326.
- Cahill BR. Osteochondritis dissecans of the knee: treatment of juvenile and adult forms. J Am Acad Orthop Surg. 1995;3(4):237-247.
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